Anwohnerschutz ernst nehmen: CDU-Fraktion fordert umfangreiches Verkehrskonzept rund um die Königin-Elisabeth-Straße

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Die verkehrliche Situation rund um die Königin-Elisabeth-Straße ist für die Anwohnerinnen und Anwohner zu einer enormen Belastung geworden. Seit der Sperrung der Stadtautobahn A 100 wälzen sich erhebliche Verkehrsströme durch die umliegenden Straßenzüge. Bisherige Einzelmaßnahmen des Bezirksamtes dienten zwar der unmittelbaren Gefahrenabwehr, eine nachhaltige Lösung für die massiven Verkehrsprobleme im Kiez steht jedoch weiterhin aus.

Zwar ist durch die geplanten Ersatzneubauten der Ringbahn- und Westendbrücke im Jahr 2027 mit einer temporären Entlastung zu rechnen, doch die nächsten Herausforderungen werfen bereits ihre Schatten voraus: Mit dem anstehenden Umbau des Autobahndreiecks Funkturm und dem Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke drohen der Nachbarschaft schon bald die nächsten großen Ausweichverkehre.

Um dieser Situation Rechnung zu tragen, hat die CDU-Fraktion Charlottenburg-Wilmersdorf nun eine umfassende Initiative auf den Weg gebracht. Wir fordern vom Bezirksamt ein flächendeckendes und dringend benötigtes Verkehrskonzept für den Bereich zwischen der A 100 und der Ahornallee.

Unser Fahrplan für ein ruhigeres Westend

Der von unserem Fraktionsvorsitzenden Alexander Pönack erarbeitete Antrag nimmt zahlreiche Sorgen und Nöte aus dem Kiez auf: „Der direkte Austausch mit den Anwohnern ist für uns ein elementarer Grundsatz der Kommunalpolitik. So konnten wir auch kurzfristige Entwicklungen in den Fachausschüssen thematisieren und die Erfahrungen vor Ort direkt der Verwaltung spiegeln.“

Das geforderte Konzept soll bestehende Lücken schließen und sieht unter anderem folgende Kernpunkte vor:

  • Flächendeckende Verkehrsberuhigung: Alle Nebenstraßen im betroffenen Bereich sollen nachhaltig beruhigt werden.
  • Einhaltung von Tempo 30 sichern: Durch bauliche Maßnahmen, wie beispielsweise Gehwegvorstreckungen oder gezielt versetzte Parkbuchten, soll das Rasen in den bestehenden 30er-Zonen unterbunden werden.
  • Intelligente Verkehrsführung: Die Erfahrungen aus der bisherigen A 100-Sperrung müssen genutzt werden, um ein klug abgestimmtes Einbahnstraßensystem zu schaffen.
  • Kontrolldruck erhöhen: Die Königin-Elisabeth-Straße benötigt eine konsequente Verkehrsüberwachung. Zudem fordern wir verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt – insbesondere gegen Falschparker in Kreuzungsbereichen (Eckparker) und auf dem Mittelstreifen.
  • Stärkung des Fuß- und Radverkehrs: Im Zuge des Konzepts sollen gezielte Bordsteinabsenkungen geprüft und Kopfsteinpflaster abgeschliffen werden, um die Barrierefreiheit, Sicherheit und Lärmschutz zu erhöhen.

Schwerlastverkehr bleibt die wohl größte Herausforderung

Besonders der LKW-Verkehr setzt den Menschen vor Ort massiv zu. Wir fordern daher die Prüfung eines temporären nächtlichen LKW-Verbots auf der gesamten Königin-Elisabeth-Straße (unter Berücksichtigung des Anlieger- und Anlieferverkehrs) für die Dauer der Autobahnsperrung. Hierzu muss sich das Bezirksamt in Abstimmung mit der Senatsverkehrsverwaltung weiterhin nachdrücklich für großräumige Umfahrungsrouten einsetzen.

Gleichzeitig drängen wir auf Gespräche mit der BVG, um die Buslinie 139 schnellstmöglich wieder in gewohnter und verlässlicher Form für die Bürgerinnen und Bürger nutzbar zu machen. Damit die Lebensqualität im Kiez auch optisch steigt, sollen erforderliche Straßensanierungen zwingend mit neuen Baumpflanzungen und Entsiegelungsmaßnahmen verbunden werden. Zudem müssen der Zustand der Fahrbahndecken und der unterirdischen Leitungsinfrastruktur konsequent überwachtwerden, um größere Havarien bereits im Vorfeld zu verhindern.

Wir als CDU-Fraktion werden im Ausschuss weiterhin mit Nachdruck für eine Verbesserung vor Ort kämpfen. Die bisherigen Erfahrungen und die klaren Forderungen der Anwohner bilden das perfekte Fundament für ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept.