Innovation im Bezirksamt: Charlottenburg-Wilmersdorf testet Künstliche Intelligenz bei der Personalauswahl

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Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf geht bei der Modernisierung der Verwaltung neue Wege. Ab Montag, dem 25. Mai 2026, startet ein wegweisendes Pilotprojekt: Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) soll die Auswahlverfahren für neues Personal transparenter und effizienter gestalten.

Im Zentrum des Projekts steht das landesweit zugelassene KI-Tool „BärGPT“. Die Technologie wird gezielt eingesetzt, um Ablaufpläne für Auswahlgespräche zu strukturieren und präzise, auf die jeweiligen Stellenprofile abgestimmte Interviewfragen zu entwickeln. Mit diesem Schritt übernimmt der Bezirk eine echte Vorreiterrolle innerhalb der Berliner Verwaltung und schafft die Grundlage für den verantwortungsvollen, praxisnahen Einsatz neuer Technologien im öffentlichen Dienst.

Die klare Leitlinie des Projekts lautet: Die Technologie unterstützt, der Mensch entscheidet. Die KI fungiert ausschließlich als intelligentes Werkzeug zur Analyse und Vorbereitung und trifft keinerlei selbstständige Einstellungsentscheidungen. Diese verbleiben wie gewohnt vollständig bei den zuständigen Auswahlgremien.

Um maximale Standards zu gewährleisten, prüft qualifiziertes Fachpersonal alle von der KI generierten Inhalte fortlaufend auf Rechtssicherheit, Barrierefreiheit und absolute Diskriminierungsfreiheit. Zudem erfolgt der gesamte Testbetrieb unter strikter Einhaltung aller datenschutz- und mitbestimmungsrechtlichen Vorgaben.

Durch die Standardisierung der Prozesse verkürzen sich die oft langwierigen Vorbereitungszeiten in den Personalstellen erheblich. Dies führt zu einer spürbaren Entlastung der Fachbereiche und erhöht gleichzeitig die Transparenz für die Bewerberinnen und Bewerber. Im verschärften Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte ist eine schnelle und professionelle Reaktion der Verwaltung ein entscheidender Standortfaktor.

Dazu unser Personalpolitischer Sprecher Manuel Sandvoß:

„Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf übernimmt mit diesem Pilotprojekt eine wichtige Vorreiterrolle in der Berliner Verwaltung. Der Einsatz von BärGPT zeigt, wie Künstliche Intelligenz ganz praktisch dabei helfen kann, Verfahren besser vorzubereiten, Fachbereiche zu entlasten und Verwaltungsprozesse effizienter zu machen. BärGPT wurde vom CityLAB für die Berliner Verwaltung entwickelt, funktioniert auf Open-Source-Basis, ist technologieoffen und kann flexibel weiterentwickelt werden. Dass die Senatskanzlei Berlin diese Lösung allen Berliner Behörden kostenlos zur Verfügung stellt und sie auf souveränen deutschen Servern betrieben wird, macht BärGPT zu einem überzeugenden Beispiel für verantwortungsvolle digitale Innovation im öffentlichen Dienst.“

 

Die Pilotphase des Projekts ist bis Ende August 2026 angesetzt. Eine anschließende, systematische Auswertung wird zeigen, wie effektiv das Verfahren in der Praxis arbeitet und wie hoch die Akzeptanz bei den Beteiligten ist.

Als CDU-Fraktion begrüßen wir diesen innovativen Vorstoß ausdrücklich. Eine zukunftsfähige Verwaltung muss mutig neue Wege gehen, um den Herausforderungen des modernen Arbeitsmarktes gerecht zu werden und den Bürgerinnen und Bürgern einen schnellen, verlässlichen Service zu bieten.